Bei einer Behandlung mit einer Chemotherapie kommt es leider in den meisten Fällen zu unangenehmem Haarausfall. Chemotherapien zielen darauf ab, schnell teilende Zellen (wie z. B. Krebszellen), anzugreifen und zu stören.

Da Tumorzellen keine eigenen Reparaturmechanismen besitzen, können sie keine Störungen selbst beheben und sterben ab. Leider ist eine Nebenwirkung von Chemotherapien, dass die Haare meistens innerhalb von 1 bis 4 Wochen komplett ausfallen.

  Die Kopfhaut und die darauf befindlichen Haaren gehören zu den am stärksten metabolisierenden Bereichen vom ganzen Körper. Daher werden diese ganz besonders durch eine Chemotherapie angegriffen. Es ist anzunehmen, dass bei den meisten ein Haarausfall aufgrund eines anagenen Effluviums auftritt. Das anagene Effluvium zeichnet sich dadurch aus, dass die Haarfollikel nur geschockt, aber nicht zerstört sind.

  Die Haare fangen ca. 2 bis 4 Wochen nach der letzten Behandlung wieder an zu wachsen. Bedenken Sie am besten gleich nach der Diagnose und der Erläuterung der geplanten Behandlung, dass Sie sich rechtzeitig über einen typengerechten Haarersatz informieren, um die oft unangenehme Zeit des Haarausfalls zu überbrücken.

  Auch, wenn Sie die Haare glücklicherweise nicht verlieren sollten, die Qualität und die Haltbarkeit der Frisur wird sich während der Therapiezeit nicht in einem idealen Zustand befinden. Es ist ratsam noch vor dem Beginn der Behandlung einen Spezialisten zu sprechen und einen Beratungstermin zu vereinbaren.

  In der Haarpraxis Nordwest sollten Sie sich zu diesem ersten Treffen von einer Person Ihres Vertrauens begleiten lassen und etwa zwei Stunden Zeit mitbringen. Versuchen Sie einen Termin bei uns im Studio zu vereinbaren und möglichst nicht am Krankenbett. Die Vorteile der besseren Beratungsmöglichkeit und das Endergebnis belegen dies. Falls Ihr Besuch bei uns nicht möglich ist, ist es für uns selbstverständlich, dass wir Sie zu Hause oder in der Klinik besuchen.